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Warum Freundschaften am Arbeitsplatz wichtig für die Gesundheit sind

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Warum Freundschaften am Arbeitsplatz wichtig für die Gesundheit sind

COMTRON75 | E-Learning for Humans
Gibt es eine Person am Arbeitsplatz, die Sie als Freund bezeichnen würden? Falls nicht, befinden Sie sich in guter Gesellschaft – rund 80 Prozent der Erwachsenen haben keine solche Beziehung im Job. Es lohnt sich dennoch, danach zu suchen.

Freundschaften bei der Arbeit sind weit mehr als ein netter Bonus – sie sind ein zentraler Faktor für Gesundheit, Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit. Studien aus Ländern wie Spanien, Japan, Deutschland, Island und Israel zeigen, dass Freundschaften am Arbeitsplatz mit besserer psychischer Gesundheit, weniger traumatischen Erfahrungen, geringerer Burnout-Gefahr und vielleicht sogar mit einer längeren Lebenserwartung verbunden sind. Freundschaften verbessern nicht nur die Zufriedenheit und Leistung – sie tragen auch zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Es lohnt sich, solche Beziehungen zu fördern – selbst kleine Interaktionen machen einen Unterschied. Indem man Beziehungen zu Kolleginnen und Kollegen pflegt, lässt sich nicht nur die Arbeitszufriedenheit und Leistung verbessern, sondern auch die eigene Gesundheit und das persönliche Glück stärken.

Einsamkeit hingegen ist schädlich – und keine Seltenheit. 76 Prozent von Führungskräften berichten, dass es ihnen schwerfällt, echte Verbindungen zu Kolleginnen und Kollegen aufzubauen. 58 Prozent empfinden ihre Beziehungen am Arbeitsplatz als oberflächlich. Remote-Arbeit scheint dieses Problem verschärft zu haben. Laut einem Bericht aus dem Jahr 2022 sagen mehr als die Hälfte der Menschen, die hybrid oder vollständig remote arbeiten, dass sie seitdem weniger Kontakte im Job pflegen – und sich dadurch einsamer fühlen. Angesichts der vielen Zeit, die Menschen mit Arbeit verbringen, sollte Einsamkeit am Arbeitsplatz nicht unterschätzt werden. Wer sich bei der Arbeit einsam oder isoliert fühlt, kann beginnen, schrittweise Beziehungen zu Kolleginnen und Kollegen aufzubauen.

Soziale Unterstützung kann viele Formen annehmen – und oft genügt schon wenig. Vergleichsweise kleine Gesten – etwa wenn eine Führungskraft erlaubt, früher zu gehen, um am Geburtstag des Kindes teilzunehmen, oder wenn Kolleginnen Wissen teilen – können helfen, Stress zu mildern. Eine persönliche Frage beim nächsten zufälligen Treffen oder ein kurzes Nachfragen nach einem angespannten Meeting verlaufen häufig positiver als gedacht. Forschung zeigt, dass soziale Kontaktaufnahme meist besser wirkt als erwartet. Auch firmengesponserte Veranstaltungen sind nicht zu unterschätzen. Sie ergänzen die Beziehungen, die im Alltag entstehen. Selbst wenn man beim Gedanken an ein After-Work-Treffen innerlich stöhnt – oft geht man mit dem Gefühl nach Hause, Kolleginnen und Kollegen näher gekommen zu sein.

Auch Arbeitgeber und Führungskräfte stehen in der Verantwortung. Sie können Bedingungen schaffen, in denen sich Menschen als Teil eines Teams fühlen. Das bedeutet, Mitarbeitende auf allen Ebenen einzubeziehen und Möglichkeiten für bereichsübergreifenden Austausch zu schaffen – etwa durch gemeinsames Engagement. In Besprechungen kann Raum für informellen Austausch bleiben. Und wer eine Führungsrolle innehat, sollte überlegen, wie sich ein Gefühl der Gemeinschaft im Team fördern lässt.

Freundschaften bei der Arbeit entstehen nicht auf Knopfdruck. Aber sie sind auch kein Zufall. Wer aufeinander achtet, sich gegenseitig unterstützt und mehr teilt als nur Informationen, schafft Verbindungen, die den Alltag leichter machen.

Quellen:
Wells, J. et al. (2023). A Systematic Review of the Impact of Remote Working Referenced to the Concept of Work–Life Flow on Physical and Psychological Health. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37387511/

Figueiredo, E., Margaça, C., & Sánchez‑García, J. C. (2025). Loneliness and Isolation in the Era of Telework. https://www.mdpi.com/2227-9032/13/16/1943

Lyzwinski, L. N. et al. (2024). A Scoping Review of Remote Work and Health. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37888950/

Ferrara, B. (2022). Investigating the Role of Remote Work on Employees’ Well‑Being and Performance. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35162145/

Lengen, J. C. et al. (2020). Soziale Isolation im Homeoffice im Kontext der COVID‑19‑Pandemie. https://link.springer.com/article/10.1007/s40664-020-00410-w


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